Anekdoten

Tanztherapie…

Kommt eine Tanztherapeutin zum Zahnarzt.

Ganz um einen guten Kontakt zu seiner neuen Klientin bemüht, fragt dieser: „Und — was machen Sie denn so beruflich?“

Diese, ebenso schlicht wie präzise: „Ich bin Tanztherapeutin.“

„Ach ja“, strahlt der Zahnarzt, sichtlich stolz auf seine umfassenden Kenntnisse der therapeutischen Welt „das ist so etwas wie mit Delfinen schwimmen!“, während er Spiegel und Bohrer in der Mundhöhle der Tanztherapeutin versenkt.

… nnngghhrrrra …

Nach einer wahren Begebenheit.

Christine Bielenberg

Tanztherapie bedeutet für mich…

Die Geschichte einer Teilnehmerin

Lass die Liebe tanzen
oder
Wer bin ich?

„Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein“ und „I could have danced all night“, das waren die Tänze, bei denen wir in Vorfreude auf unsere Hochzeit auf Wolke 7 schwebten. Ich trug eine Gardine als Schleier, und mein Mann wollte Dr. Doolittle sein. Er war noch närrischer als ich. Getanzt sind wir durch unsere Ehe, wenn immer die Musik dazu verlockte, drehten wir uns. Wir tanzten im Wohnzimmer, eng umschlungen im Karneval, um uns im Gewühle nicht zu verlieren, und in Israel öffnete sich der Tanzkreis, um uns applaudierend zuzuschauen.

Inzwischen ist Tanzen Therapie für mich. Mein Mann ist tot, und ich versuchte mich zu orientieren. Auch das ist ein Teil der Trauerarbeit, sich neu zu erleben.

„Let your body tell the story“!* Aus dem Wir-Gefühl muss ein Ich-Gefühl wachsen. Mein Körper weiß es längst, ehe mein Verstand begreift, wie es um mich steht.

Ich weiß es noch nicht, was ich ausstrahle, ich spüre Wünsche und Sehnsüchte, die unerfüllt bleiben und mich daher blockieren.

Kann so Leben gelingen, wenn man seelisch nur auf einem Bein steht? Ich tanze, um aus der inneren Erstarrung zu erwachen, noch bin ich wie ein Eisklotz, der auftauen muss.

„Bewege Dich, dann fällst Du nicht um, bring Spannung in Deinen Körper, lass den Kopf nicht hängen“. Das rufe ich mir zu und schlage den Takt: Eins – zwei – drei, eins – zwei – drei. „Schwing die Arme, dann wachsen Dir Flügel. Und während Du auf einem Bein stehst, hält das andere die Balance und Dich im Lot.“

Wer sich bewegt, bewegt was, Lebensfreude erwacht und die neue Realität kann erlebbar werden.

Wenn ich jetzt nicht lebe, wann dann?

Mit freundlicher Genehmigung,

Frauke Pütz, 71 Jahre

* Titel meines Tanztherapie – Angebotes

 

Tanze

als würde dich niemand beobachten

Liebe

als wärst du niemals verletzt worden

Singe

als ob dich niemand hören könnte

Lebe

als sei der Himmel auf Erden

Souza

 

MANPOWER

„You can.“

„Yes, I can.“

Strong enough to struggle

against war

in my heart and mind.

I go my way of life

maybe with tears

but with

power!

B.St.

 

FRAUENLEBEN

FRAUEN

die sich trauen

sich selbst vertrauen

sich etwas zutrauen

sich anvertrauen

dem

LEBEN

B. St. Nach einer Tanztherapie
– Einheit mit acht Frauen , Dez. 2008